19:09:06 13.01.2019

Tigers starten mit Sieg ins neue Jahr

Der Basketball-Zweitligist aus Neuss macht in Mainz schon in der ersten Hälfte alles klar und ist somit ganz smooth ins Sportjahr 2019 gestartet: Beim weiter sieglosen Schlusslicht ASC Theresianum Mainz gewannen die Tigers wie erwartet ungefährdet mit 82:62 (Halbzeit 51:21) und setzten damit ihren Aufwärtstrend (zuletzt vier Siege in fünf Spielen) fort. Weil der Neuling aus der Karnevalshochburg in dieser Saison indes kein wirklicher Maßstab ist, hakte Trainer Antoine Braibant das Match ebenso rasch wie nüchtern ab: „Basketballtechnisch gibt es für mich nicht viel zu sagen. Als Team können wir heute vor allem mit der ersten Hälfte glücklich sein.“

Eigentlich genügte den Gästen aus Neuss sogar nur ein konzentriert absolviertes Viertel, um das ungleiche Duell zu entscheiden. Nach fahrigem Start in die Partie machten die Tigers im mit 34:9 gewonnenen zweiten Abschnitt ernst und gingen zur Halbzeitpause mit einem 30-Punkte-Vorsprung in die Kabine. Braibant: „Da haben wir einfach gut gespielt.“ Dass sich diese Intensität gegen die mit vorbildlicher Moral ausgestatteten nach Wiederbeginn nicht aufrechterhalten ließ, registrierte er deshalb nur mit leichtem Unbehagen. „Das ist leider menschlich“, stellte er milde fest. „In solchen Spielen ist es fast unmöglich, das Niveau über die ganzen 40 Minuten hochzuhalten.“ Er versprach aber: „Wir arbeiten daran.“ Der wackere Aufsteiger dagegen nutzte das Konzentrationsloch der Tigers, um das Ergebnis ein wenig aufzuhübschen, stellte in der US-Amerikanerin Pearl Henriquez (23 Punkte) schließlich sogar die Topscorerin der Partie.

Braibant konzentrierte sich in seinem Fazit lieber auf die aus seiner Sicht positiven Aspekte des Jahresauftakts: „Gut, wir hatten unsere Schwierigkeiten, aber ich konnte allen Girls Zeit auf dem Court geben.“ Besonders wichtig war das auf jeden Fall für Lotti Ellenrieder, Inga Krings und Lisa Spießbach, die im alten Jahr verletzt zum Teil lange hatten aussetzen müssen. Mit dem Auftritt des Trios zeigte sich der Coach zufrieden, „auch wenn natürlich noch nicht alles perfekt sein konnte.“ Nahe dran an einem statistisch perfekten Spiel war Dara Taylor: Die ultraschnelle Regisseurin in der Kreativzentrale der Tigers kam in 29:25 Minuten auf dem Spielfeld auf 18 Punkte, setzte aus dem Feld sechs ihrer sieben Würfe in den Korb (4/5 aus der Mittel- und 2/2 aus der Ferndistanz), verwandelte alle Freiwürfe (4/4) und verteilte dazu acht Assists. Zweistellig zu punkten wussten auch ihre Teamkolleginnen Britta Worms, Franzi Worthmann (beide 13) und Jana Heinrich (12).

Quelle NGZ Online