08:23:00 12.01.2019

Tigers starten diesmal nicht bei Null

Nach ihrer Verletzungspause kehrt Inga Krings mit dem Spiel in Mainz in den aktiven Kader der TG Neuss Tigers zurück. In der Partie beim Schlusslicht trifft sie auch wieder auf Katharina Schnitzler und Alina Dötsch.

Die prächtige Stimmung vom so überraschenden 75:63-Erfolg im letzten Spiel vor der Weihnachtpause beim bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer GiroLive Panthers Osnabrück haben die Zweitliga-Basketballerinnen der TG Neuss mit ins neue Jahr genommen. „Wir haben die Pause genossen, aber jetzt sind alle froh, zurück auf dem Feld und im Training zu sein“, bestätigt Trainer Antoine Braibant. Zum Auftakt beschert der Spielplan seinem Team am Samstagabend (17.30 Uhr, Sporthalle Theresianum, Oberer Laubenheimer Weg) das Match beim auch nach elf Partien noch sieglosen Schlusslicht ASC Theresianum Mainz.

Seit Montag sind auch die beiden US-Girls Natalie Bastian und Dara Taylor zurück am Rhein, so dass einem optimalen Start eigentlich nichts im Wege steht. Dass Natalie Bastian vom Heimaturlaub in Branford im eisigen Connecticut eine dicke Erkältung mitgebracht hat und deshalb bis Mittwoch mit dem Training aussetzen musste, bringt ihren Coach nicht aus der Ruhe. „Alles okay, sie kann spielen.“ Wieder zurück in die Landesliga-Vertretung wechselt derweil Anke Ollig. Die Centerin, die in den beiden Spielen gegen Osnabrück aufgrund der angespannten Personalsituation ausgeholfen und dabei einen starken Eindruck hinterlassen hatte, sei in ihrer Ausbildung zur Polizeibeamtin so gefordert, dass sie das für die 2. Liga nötige Trainingspensum nicht leisten könne, erklärte Braibant. „Sie steht uns aber zur Verfügung, wenn wir sie brauchen.“ Nach zum Teil längeren Verletzungspausen kann er zudem endlich wieder auf Lotti Ellenrieder, Lisa Spießbach und Inga Krings bauen.

Mit dem Neustart verbindet der Belgier die Hoffnung auf eine bessere zweite Saisonhälfte. „Denn diesmal fangen wir nicht bei null an. Wir haben uns in den anderthalb Monaten bis zum Jahresende ständig verbessert.“  Von den vergangenen sechs Spielen gewannen die Tigers vier, darunter das schwierige Derby in Opladen (69:66). Mit dem Sensationssieg in Osnabrück sieht der Coach seine Schützlinge auf einem guten Weg. Ihm und seinen Mädels ist die weihnachtsbedingte Auszeit nicht ungelegen gekommen, „denn nach dem Spiel in Osnabrück waren wir wirklich müde. Die Pause hat allen gutgetan.“

Er warnt jedoch davor, das Duell mit dem bislang zumeist überforderten Neuling aus Mainz nur als gute Gelegenheit zu sehen, wieder auf Betriebstemperatur zu kommen. „Wir müssen da schon sehr fokussiert sein“, fordert er. Im Hinspiel (98:59) waren die Schützlinge von Trainerin Natascha Stergiou chancenlos. Doch seit dem Comeback der bereits 45-jährigen Gaby Jandova läuft es besser beim ASC: Die 1,90 Meter große Tschechin (mit deutschem Pass) gibt der jungen Mannschaft um die US-Amerkanerin Pearl Henriquez (11,1 Punkte im Schnitt) und die Kanadierin  Lauren Mortier (9,3) Halt. Gegen den Tabellenzweiten SG Bergische Löwen unterlag Mainz so nur noch mit 46:62. Gegen Opladen fehlte Jandova (9,5), prompt setzte es wieder eine deutliche 50:97-Niederlage. Die Tigers sind also gewarnt.

Quelle NGZ Online