00:27:51 07.12.2018

Sterne unterliegen achtbar in Montpellier

Einen versöhnlichen Abend erlebten die Rutronik Stars Keltern im Frauenbasketball-Eurocup beim französischen Turnierfavoriten BLMA Montpellier. Nach der Demontage im Hinspiel (46:94) zog man sich in Südfrankreich mit einem 58:83 (32:44) achtbar aus der Affäre, verpasste allerdings ein noch besseres Ergebnis gegen den Tabellendritten der französischen Liga, der für gewöhnlich in der höherklassigen Euroleague spielt.

Zehn-Punkte-Lauf bringt BLMA in Front

„Mein Fazit ist eher ein positives“, sagt Sterne-Headcoach Christian Hergenröther, der in großer Rotation gespielt hat und alle Spielerinnen mit längeren Einsätzen bedachte. Die Sterne machten von Beginn an klar, dass sie ein erneutes Debakel vermeiden wollten und konnten bis zum 9:10 die Partie offen gestalten. Mit einem Zehn-Punkte-Lauf zog dann der Favorit davon und ging mit einem 23:12 in die Viertelpause. Keltern steckte allerdings keinesfalls auf, sondern konnte die beiden folgenden Viertel überraschend offen gestalten.

Sterne finden kein Mittel gegen Centerinnen

Die Gastgeber um die australische Vizeweltmeisterin Samantha Withcomb, die im Hinspiel die Sterne noch im Alleingang bezwungen hatte, konnten sich in den Mittelvierteln nicht weiter absetzen. Das zweite gewann BLMA mit 21:20, das dritte mit 17:15. Zwar war die Wurfquote der Sterne mit nur 29,17 Prozent der Zweipunkt-Würfe schwach, auch weil die Französinnen unter dem Korb nicht viel zuließen.

Starke Rebound-Quote für Keltern

Allerdings fassten sich die Sterne bei den Rebounds ein Herz und konnten sich gegen die langen Französinnen gut durchsetzen. 53 Sterne-Rebounds standen 37 von Montpellier gegenüber. „Wir haben gefightet und umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, sagt Hergenröther. Von der Dreipunkt-Linie war man mit einem Teamwert von 38,46 Prozent in einem guten Bereich.

Stach nach starker Leistung gegen Ende geschont

So ging BLMA nur mit 13 Punkten Vorsprung ins Schlussviertel. Dort allerdings zog der Favorit noch einmal an (22:11), auch weil Hergenröther Akteurinnen wie die starke Emma Stach im Schlussviertel mit Hinblick auf das Pokalspiel am Sonntag gegen die Saarlouis Royals schonte. „Das hat einfach Priorität“, sagt Hergenröther, „das ist Do or Die“.

Punkte: Pikciute 1, Rakovic 4, Schüler 2, Thomas 7, Tudanca, Kvederaviciute 13, Markovic 6, Pierre-Louis 4, Pudláková 8, Stach 13.

Autor: Sebastian Kapp (Pforzheimer Kurier)
 

Ausblick auf Sonntag:

Am Sonntag reisen die Sterne nach Saarlouis, um im Pokal anzutreten. In der Vorbereitung standen sich beide Teams bereits gegenüber, wobei Keltern dominierte. Das Spiel am Wochenende verspricht ein anderes zu werden. Zum einen hat Saarlouis Selbstvertrauen getankt, haben sie doch (auch wenn nicht offiziell in der Tabelle) die letzten zwei Spiele gewonnen. Außerdem hat sich das Team seit dem letzten Aufeinandertreffen mit einer weiteren Flügelspielerin - Angela Rodriguez - verstärkt und auch die Langzeit-Verletzte Nani Ilmberger gab letzte Woche ihr Comeback. Dazu kommt die Unbeständigkeit der Sterne in dieser Saison. Auch wenn das Spiel in Montpellier eine geschlossenere Mannschaftsleistung aufwies und positiv stimmt, so ist die sehr deutliche Niederlage gegen Herne noch nicht vergessen. Die Fans hoffen auf eine Wiedergutmachung.