23:30:59 06.01.2019

Rutronik Stars Keltern scheitern im Pokal an Marburg

Schwache Wurfquote: Rutronik Stars Keltern scheitern im Pokal an Marburg

Keltern. Dirk Steidl gab alles. Mit sich überschlagender Stimme brüllte der Vorsitzende der Rutronik Stars Keltern, der auch als Hallensprecher im Einsatz war, in sein Mikrofon. Zu verstehen war von den Worten wenig, aber es wurde klar: Hier geht es um viel. Um sehr viel. Geholfen hat Steidls verbaler Einsatz nichts.

Seine Sterne konnten das Pokal-Aus nicht verhindern. Mit 66:69 ging das Viertelfinale seiner Basketballerinnen gegen den aktuellen Bundesliga-Tabellenführer Marburg verloren. Die Wurfausbeute war einfach zu schwach. Zu viele Fahrkarten warfen Kelterns Spielerinnen und verspielten damit das Ticket zum Finalturnier.

Tatsächlich trafen die Basketballerinnen aus der Enzkreisgemeinde schlecht. Die Dreierquote (zwei von neun) war schwach, aber noch mehr machte sich bemerkbar, dass die Gastgeberinnen nur 22 von 58 Würfen aus der Nah- und Mitteldistanz (38 Prozent) verwandelten. Auch fünf Fehlversuche bei 21 Freiwürfen schmerzten. Kimberly Pierre-Louis war beste Werferin, vergab aber aus dem Feld auch acht von 13 Versuchen. Marina Markovic, die angeschlagene Lina Pikciute, Ezienne Kalu, Emma Stach und Renata Pudlakova trafen gemeinsam bei 32 Würfen nur sieben Mal.

Auch Marburg traf nicht überragend, aber 50 Prozent Trefferquote bei den Zweipunktewürfen und 27 Prozent bei den Dreiern reichten, um zu gewinnen.

Dabei hatten die Sterne unter den Körben eigentlich das Sagen. 46:30 lautete die Bilanz bei den Rebounds, 18:3 gar bei den Offensivrebounds. Aber die schwache Wurfquote machte diesen Vorteil wieder zunichte, ebenso die zu große Anzahl an Ballverlusten, denn auch diese Statistik „gewann“ Keltern mit 18:14.

Es war eine Partie, in der sich zwei starke Teams mit hoher Energie bekämpften. Da gab es viele harte Zweikämpfe und damit viele Schiedsrichter Entscheidungen.

Starke Kristina Rakovic

Die Rutronik Stars gewannen das erste Viertel, in dem sie zeitweise mit acht Punkten geführt hatten, mit 21:16. Von da an ging es aber bergab. Zur Halbzeit stand es 34:34, dann erarbeitete sich Marburg immer wieder minimale Vorteile. Nach dem dritten Viertel lagen die Gäste 50:48 vorne. Im vierten Durchgang setzte sich Marburg zeitweise auf fünf, sechs Punkte ab. Die Sterne, angeführt von der an diesem Tag starken Kristina Rakovic (12 Punkte) bleiben dran, aber als dann Kimberly Pierre-Louis mit dem fünften Foul vom Platz musste, nutzte Marburg die Chance, um den Sieg mit aller Routine in trockene Tücher zu packen. Am Ende machten die Gäste mit einer blitzsauberen Freiwurfquote alle Versuche, sie mit Fouls an die Linie zu schicken, um die Partie doch noch zu drehen, zunichte.