21:40:04 08.11.2018

Rutronik Stars Keltern kämpfen vergebens im Eurocup

Rutronik Stars Keltern kämpfen vergebens im Eurocup


Keltern-Dietlingen. Da war mehr drin: Die Rutronik Stars Keltern haben auch ihr zweites Heimspiel im Eurocup gegen den Favoriten Lyon ASVEL Féminin verloren. Nach einer Partie, die die Basketballerinnen aus dem Enzkreis fast die gesamte Spielzeit vor der Minikulisse von 120 Zuschauern auf Augenhöhe führten, stand es 68:79 (19:18, 16:24, 20:11, 13:26). Letztlich war es wieder eine schwache Dreierquote und Reboundprobleme vor der Pause, die Keltern um den Sieg brachten.

„Es tut mir leid für das Team, weil wir es eigentlich gut gemacht haben“, sagte Trainer Christian Hergenröther zur Niederlage. Der Auftakt der Partie war geprägt durch die extrem aggressive Verteidigung der Gäste. Beim Stand von 6:16 schwante bereits manchem Sterne-Fan ein ähnliches Debakel wie kürzlich beim 46:94 gegen Lyon. Dann aber fand Keltern in der Abwehr Zugriff und im Angriff erarbeitete man sich Chancen – plötzlich stand es 16:16.

Rebound-Probleme

Zur Viertelpause lagen die Sterne sogar 19:18 vorne und führten im zweiten Durchgang sogar 25:20, doch die Rebound-Probleme blieben. 28 Bälle pflückten die Gäste unterm Korb vor der Pause, davon 18 offensiv, 14 nur die Gastgeberinnen. „Wir hätten das besser machen können“, ärgerte sich Kimberly Pierre-Louis, die mit 18 Punkten Kelterns Topscorerin war, allerdings am Ende der Partie wegen ihrer hohen Foulbelastung öfters draußen saß.

Die Französinnen konnten sich sogar eine miserable Wurfquote erlauben und führten zur Pause dennoch 42:35, auch begünstigt durch viele Ballverluste und Fouls von Keltern. Aber kämpferisch überzeugten die Gastgeberinnen und das war der Schlüssel, um das dritte Viertel zu gewinnen und mit einer 55:53-Führung in den Schlussabschnitt zu gehen. Mit unglaublicher Energie bekämpften die Sterne die Korbjägerinnen aus Lyon und zwangen sie immer wieder zu schwierigen Würfen – das hatte zur Folge, dass die Trefferquote der Französinnen auf niedrigstem Niveau blieb. Und Keltern war nun bei den Rebounds phasenweise sogar überlegen.

Aber im Endspurt hatte Lyon mehr Reserven und leistete sich weniger Fehler, siegte so letztlich recht deutlich. Keltern litt einmal mehr unter einer ausgesprochen schwachen Dreierquote (2 von 17). „Wir hätten von draußen besser treffen müssen“, sah Christian Hergenröther darin den letztlich entscheidenden Unterschied.

Autor: Udo Koller (Pforzheimer Zeitung 08.11.2018)