13:58:56 06.11.2018

Mini-Kader der Hurricanes verliert 62:67 in Grünberg

Scheeßel - Christian Greve fühlte sich machtlos, in der Kabine fehlten ihm sogar die Worte nach dem Spiel. „Das ist echt schwierig zu coachen gewesen“, bemerkte der Trainer der Avides Hurricanes nach der wohl bittersten Niederlage im bisherigen Saisonverlauf. Bis 73 Sekunden vor dem Abpfiff führten seine nur zu acht angetretenen Zweitliga-Basketballerinnen bei den Bender Baskets Grünberg – durchaus überraschend. Mit einer 62:67 (36:29)-Niederlage ging es dann aber zurück nach Scheeßel.
Es fängt bereits damit an, dass den Hurricanes in der Halbzeit einfach mal zwei Punkte von Alecia Cooley aus dem ersten Viertel vom Spielbericht gestrichen wurden. Ein Fehler am Anschreibetisch wurde vom Kampfgericht verspätet bemerkt. Obwohl die Punkte im Livescouting notiert waren, ließen die Referees sie annullieren – also 19:11 statt 19:13 für die Gastgeberinnen.
Ungewöhnlich auch, dass sich Kapitänin Pia Mankertz im letzten Viertel, als Grünberg auf 53:54 durch Alva Hedrich verkürzt hatte, drei Fouls innerhalb von nur 16 Sekunden abholte (34.)! Greve nahm den Routinier daraufhin vom Feld und brachte Mankertz erst in den letzten zwei Minuten wieder.
Mit einem Dreier von Mirja Beckmann sowie weiteren Punkten von Tuba Poyraz und Hannah Pakulat zogen die Hurricanes trotzdem wieder auf 61:54 weg (37.), musste in dieser physisch-intensiven Partie allerdings auch das fünfte Foul von Andrea Baden schlucken. Die Wende folgte, als Jana Putz erst ausglich und dann die US-Amerikanerin A´Lexxus Davis fünf ihrer nur neun Punkte zum 67:62 erzielte. 
„Absurd – am Ende ist es geschenkt“, haderte Greve, merkte allerdings auch an: „Wir hätten den Sack vorher zumachen müssen. Wir sind mit gutem Schwung durch das zweite Viertel gekommen.“ Mit 25:10 ging dieser Durchgang an sein Team, so auch die Pausenführung mit 36:29.  
Doch erstmals in dieser Saison verlief der Start nach dem Wiederanpfiff holprig. Grünbergs Amy Patton, mit 26 Punkten die beste Spielerin auf dem Feld, verkürzte per Dreier auf 37:38 (23.). Die Hurricanes fingen sich wieder, Cooley und Baden sorgten schnell für den Fünf-Punkte-Vorsprung (24.), Lotta Stach erhöhte in der 32. Minute noch auf 54:47. Doch letztlich sollte das alles nicht reichen. Ebenso wenig wie die überragende 100-Prozent-Freiwurfquote – alle 28 Versuche waren drin, allein zwölf Mal verwertete Mankertz. 
„Ich kann keiner Spielerin einen Vorwurf machen“, betonte Greve, der ohne seine am Knie verletzte US-Amerikanerin Kama Griffitts auskommen musste. „Vor allem den Youngstern muss ich ein Lob aussprechen. Tuba und Lotta haben das ausgezeichnet gemacht, auch Vivien Stoll hat sich reingehängt.“ 
(maf, Rotenburger Kreiszeitung)