13:51:39 03.12.2018

KIA BASKETS: KNAPP MIT 64:68 GEGEN MÜNCHEN VERLOREN

Gut erholt von der Klatsche vor drei  Wochen in Heidelberg zeigten sich die KIA Baskets in heimischer Halle im letzten Vorrundenspiel gegen die TS Jahn München. Ein attraktives Rahmenprogramm, eine prallgefüllte Halle und leidenschftlich anfeuerndes, heimisches Publikum reichten freilich nicht für einen Erfolg.

Schwabach - "Geschossen" wurde aus allen Lagen, getroffen nicht ganz so häufig, die Trefferquoten hätten schon besser sein können, aber dafür wurde ordentlich gereboundet. In dieser Hinsicht konnte sich bei den Gästen besonders Emily Bessoir mit 15 Rebounds in Szene setzen, bei den Einheimischen fiel Anna Furman (11) positiv auf. In der Summe hatten dann die KIA Baskets am Ende mit 41 Rebounds um zwei mehr als die körperlich überlegene TS aus der Landeshauptstadt. Und: Von der Freiwurflinie aus war es klares "underachievement" von beiden Teams. So  kam es schließlich zu einem knappen 64:68 (22:21, 8:15, 16:18, 18:14) für die TS Jahn München und der Aufsteiger stand - wieder einmal - mit leeren Händen da und haderte mit dem Schicksal.

Beide Mannschaften machten einen etwas unkonzentrierten Eindruck, Ballverluste auf beiden Seiten, eine bis zur achten Spielminute ziemlich ausgeglichene Partie. Als dann Nicole Schmidt mittels zweier Dreier ihre Farben in Führung brachte und in der Schlußminute Christina Schnorr noch einen Treffer aus der Mitteldistanz drauflegte, schien das Viertel an München zu gehen. Doch Theresa Heinz und ein Dreier von Katha Kreklau brachten den KIA Baskets, dank ihres kämpferischen Einsatzes, doch noch ein 22:21 im ersten Durchgang.

Danach Schwabach wieder scheinbar nicht ausreichend konzentriert, München zog an und davon (14., 23:28). Bei den Gastgebern die Abstände zwischen den Treffern zu groß, München in dieser Phase des Spiels offensichtlich besser bei der Sache,die Chancen besser nutzend und somit ein relativ klares 8:15 für den Gast, der zur Halbzeit mit 30:36 führte. Da war noch alles möglich, freilich die Erfolgswahrscheinlichkeit für die TS aufgrund der Führung etwas größer als die der KIA Baskets.

Im dritten Viertel ein offener Schlagabtausch auf gutem Niveau, bei dem der Gast die Nase mit zwei Korbpunkten vorne hatte (16:18) - eine tolle Werbung für Basketball. Damit war die Entscheidung auf das Schlußviertel vertagt. Die KIA Baskts drehten noch einmal voll auf, kamen immer näher, aber selbst ein Dreier und zwei verwertete Freiwürfe der rasant aufspielenden Brook Le Mar in der Schlußminute konnten das Blatt nicht mehr wenden. Allein die vergebenenen Freiwürfe der Heimmannschaft im Schlußviertel hätten locker gereicht. So ging die Spielperiode zwar mit 18:14 an die KIA Baskets, die Punkte aber mit 64:68 an die TS Jahn München.

Natürlich  waren die Einheimischen mit dem Endergebnis nicht zufrieden, waren enttäuscht - ex post. Denn zu Saisonbeginn hatte man in der Goldschlägerstadt die Münchner erheblich stärker eingeschätzt und wäre da wohl mit einer knappen Niederlage schon zufrieden gewesen. Zum wiederholten Mal die Punkte knapp zu verpassen ist schon frustrierend, aber die Mannschaft darf auf das bisher Erreichte durchaus Stolz sein. Die Punkte einfachen en passant den KIA Baskets abzuknöpfen ist nicht so einfach und - weiter harte Arbeit unterstellt - muß das Tabellenschlußlicht zu Saisonende nicht zwangsweise in den Händen des Aufsteigers sein.

KIA Baskets: Le Mar (31/2, 7/9), Heinz (9, 1/4), Furman (7, 1/3), Fett (4, 1/3), Julia Gentsch (4), Vatthauer (4, 4/8), Katha Kreklau (3/1), Hansel (2), Clauß (DNP), Hertmann und Hewig (DNP)

TS Jahn: Schmidt (25/4, 7/8), Bessoir (12/2, 2/2), Schnorr (12, 4/6), Heisle (7/1, 2/4), Molz (5/1), Seligmann (5/1), Pfeifer (2) und Bohn