01:26:00 09.11.2018

Herner TC ist am Ende nicht zu stoppen

Auf dem Feld suchen ihn alle Teams, den „Lauf“, der Herner TC setzt ihn in diesen Wochen von Spiel zu Spiel fort. Auch im Nachholspiel gegen die TV Saarlouis Royals setzte sich der Tabellenzweite durch, das Team um Headcoach Marek Piotrowski gewann mit 102:73 (49:37).

Ab dem 96:71 in der Schlussphase fieberten die Zuschauer in der H2K-Arena mit, ob der HTC die 100 schaffen würde – und hatten ihren Spaß. Kapitänin Emina Karic traf zum 98:71 und war dann zweimal von der Freiwurfmarke erfolgreich, zum 100:71. Beatrice Attura setzte noch den Schlusspunkt mit dem 102:73-Endstand.

Deutlich war in der zweiten Hälfte Herne die überlegene Mannschaft. Allerdings hatte Saarlouis ab dem zweiten Viertel auch auf Bronaza Nyree King Fitzgerald verzichten müssen, die verletzt vom Feld ging. Die Schlussphase sei etwas hitzig gewesen, so HTC-Trainer Marek Piotrowski: „Aber unsere Spielerinnen wollten unbedingt die hundert Punkte. Die konnte man nicht stoppen.“

Piotrowski war zufrieden: „Wir wollten auch die Kräfte schonen für das nächste Heimspiel am Samstag, haben auch einiges ausprobiert.“

Im ersten Viertel lieferten die vom früheren HTC-Co-Trainer Ondrej Sykora gecoachten Gäste dem Tabellenzweiten ein ausgeglichenes Spiel. Nachdem zunächst die Hernerinnen vorne lagen, glichen die Royals aus und gingen mit 11:9 in Führung. Das Viertel blieb ausgeglichen, mit 23:19 aber nahm der HTC eine Führung mit in die erste Viertelpause.

Noch beim 36:29 im zweiten Viertel blickten Piotrowski und Co-Trainer Michal Chudzicki kurz mit skeptischem Blick Richtung Anzeigetafel – aber ab diesem Zeitpunkt konnten sich die Hernerinnen schließlich absetzen. Kurz zuvor war auch Saarlouis-Spielerin King Fitzgerald umgeknickt und kehrte nicht mehr aufs Feld zurück. Ein Dreier von Jordan Frericks zum 39:29 bedeutete dann den ersten Vorsprung mit zweistelliger Punktezahl für den HTC, der mit 49:37 in die Halbzeit ging.

Im dritten Viertel zogen die Gastgeberinnen jetzt das Tempo an. Jetzt zeigte Marek Piotrowski öfter mit dem Daumen nach oben, weil sich der HTC häufig und zielstrebig unter den Korb der Gäste vorspielte und nun auch die leichten Bälle sicher ablegte. Über ein 64:49 spielten sich die Hernerinnen eine 19-Punkte-Führung heraus. Beatrice Attura traf zum Schluss dieses Viertels einen Dreier und traf zweimal von der Freiwurflinie. Mit 72:53 gingen die Hernerinnen ins Schlussviertel, in dem die Nachwuchsspielerinnen Laura Zolper und Sarah Polleros Einsatzzeiten bekamen.

Im letzten Abschnitt dieser Begegnung zogen die Gastgeberinnen ihr Spiel weiter durch – und blieben bis zur dreistelligen Punktausbeute im „Lauf“.

Viertel: 23:19, 26:18, 23:16, 30:20.

HTC: L. Bettonvil (6), Zolper, Kuijt (12/2 Dreier), Burton (6), Westerik (8/2), J. Bettonvil (7/1), Karic (14), Bully (8), Polleros (2), Frericks (14/2), Attura (18/2), Sannes (7).

Royals: Asuamah-Kofoh (9/1 Dreier), Jahn (5), Hearn (18/1), Fokke (6), Tulonen (2), Eckerle (5), Rodriguez (11/1), K. Fitzgerald (9), Pohlmann (8).

Quelle: Stephan Falk/WAZ