13:01:12 03.12.2018

Herne bezwingt den Meister

Der Herner TC besiegte am 10. Spieltag der 1. DBBL (Damenbasketball-Bundesliga) den amtierenden Meister, Rutronik Stars Keltern, und hinterlässt anerkennendes Staunen auf der einen und Sprachlosigkeit auf der anderen Seite.

Hier die Ergebnisse des Wochenendes:

Herner TC – Rutronik Stars Keltern  88:60
TV Saarlouis Royals – flippo Baskets BG 74  77:72
Eintracht Braunschweig – ChemCats Chemnitz  61:63
Eisvögel USC Freiburg – TSV Wasserburg  74:76 n.V.
BC Pharmaserv Marburg – TK Hannover  60:51
spielfrei: XCYDE Angels

Herne hat im Duell mit dem aktuellen Meister eindrucksvoll die eigenen Ansprüche unterstrichen, nämlich womöglich um die Deutsche Meisterschaft mitspielen zu wollen. Man traf dabei auf Rutronik Stars, die in vielen Bereichen nicht annähernd an das Niveau heranreichten, das sie in der zurückliegenden Saison ausgezeichnet hatte. Und so fanden auch die Kelterner Verantwortlichen in der Nachbetrachtung klarer Worte, sprachen von einem “Desaster”, von mangelnder Einstellung und fehlender Leidenschaft. Genau das aber lebten die Gastgeberinnen an den Tag, und zwar 40 Minuten lang durchgehend. Nach dem gewonnenen Auftaktviertel (21:11) legten sie mit einem 22:12 im zweiten Viertel nach. Die Partie war somit frühzeitig entschieden, zumal die Gäste so etwas wie Aufbäumen vermissen ließen. Während man auf Seiten des HTC eine starke Leistung feierte und ein Ausrufezeichen im Titelkampf setzte, wird man sich bei den Sternen nun nach eigener Aussage um eine Aufarbeitung des bisherigen Saisonverlaufs bemühen. Jill Bettonvil (16 Pkt.), Beatrice Attura (15), Jordan Frericks (13), Karin Kuijt (12) und Loyce Bettonvil (11) trafen für Herne zweistellig, während Marina Markovic als beste Schützin für Keltern auf zwölf Zähler kam. 

Derweil sammelten die ChemCats mit dem knappen Erfolg in Braunschweig wichtige Punkte im Abstiegskampf. Dabei hatten sich die Gastgeberinnen mit der 58:53-Führung Mitte des finalen Spielabschnitts selbst eine gute Ausgangsposition für einen Heimsieg erarbeitet, ehe Chemnitz nach einer Auszeit die stets enge Partie mit einem 8:0-Lauf wieder drehte. Gerade in der Schlussphase ließ das LionPride die nötige Aggressivität vermissen, während die Gäste die Ruhe und die Konzentration wahrten. “Wir hatten heute einen Schlüssel in der Hand, um etwas Wichtiges für den Klassenerhalt zu tun und haben ihn einfach weggeworfen”, befand Eintracht-Coach Peter Kortmann, dessen Meinung nach das Spiel mental und in der Offensive verloren wurde. Jasmine Smith kam für die ChemCats auf 17 Punkte, während Shawnte Marie Goff für die Eintracht 16 Zähler beisteuerte. 


2. DBBL:  Panthers gewinnen das Topspiel im Norden

Die GiroLive-Panthers bleiben in der 2. Liga Nord das Maß aller Dinge. Auch beim Tabellendritten in Halle setzten sie sich mit 74:59 durch. Brianna Rollerson kam dabei auf 19 Punkte auf 14 Rebounds.
Im Süden wahrten auch die USC BasCats Heidelberg ihre “weiße Weste”. Sie besiegten die Qool Sharks aus Würzburg nach hartem Kampf mit 73:59. Vor allem Olivia Nash (19 Pkt.) setzte gegen die sich stets wehrenden Gäste die Akzente. Beste Sharks-Schützin war Brianna Ghali (18).