13:53:52 14.01.2019

BBZ hält beim Spektakel in Osnabrück lange mit

Es gibt Niederlagen, die sind eigentlich gar keine richtigen. In diese Kategorie darf man auch das 81:101 (45:51) der Zweitliga-Basketballdamen des BBZ Opladen beim Klassenprimus GiroLive-Panthers einordnen. “Wir sind dorthin gefahren, um ein gutes Spiel zu machen, um einige Vorgaben umzusetzen und um einiges auszuprobieren. Genau das haben wir dann auch gemacht”, erklärte BBZ-Trainerin Grit Schneider, die ihr Team lange auf Augenhöhe mit dem Tabellenführer vor rund 600 Zuschauern sah. Bis zur 17. Minute führten die Gäste sogar (39:38), verlangten dem haushohen Favoriten so einiges ab. Letzteres war auch später noch so, jedenfalls im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten. Hier machte sich jedoch mit zunehmender Spieldauer bemerkbar, dass BBZ nur zu acht hatte anreisen können, während Osnabrück nach Belieben personell reagieren konnte. “Die Panthers hatten einfach und schlicht die besseren Optionen von der Bank. Dadurch, dass uns in Heather Lindsay nur eine etatmäßige Centerin zur Verfügung stand, waren wir natürlich auch größenmäßig unterlegen. Dafür haben wir trotzdem vieles richtig gut gemacht, auch die Reboundarbeit war vernünftig”, befand Schneider nach dem Basketball-Spektakel beider Teams. Auch Conny Janzon, die als verstärkende Aushilfe fest eingeplant war, fiel krankheitsbedingt kurzfristig noch aus. Im ersten Durchgang war es Osnabrücks Milica Milosev, die ihre Mannschaft in der Spur hielt. 17 ihrer insgesamt 22 Punkte erzielte sie vor der Pause und war entscheidend daran beteiligt, dass BBZ in den letzten Minuten des ersten Durchgangs Federn ließ. Dann aber machten sich nahezu alle Stärken der Panthers bemerkbar, ohne dass die Opladenerinnen irgendwann mit der “weißen Fahne” wedelten. “Osnabrück machte es einfach gut mit der Zehner-Rotation. Da punkteten sechs Spielerinnen zweistellig, für uns war das nur scher komplett zu kontrollieren”, so Schneider, die sie am Ende aber sehr über die Leistung ihres Teams freute, aus dem Lea Wolff (“Ein überragendes Spiel von ihr”) und Heather Lindsay, der mal wieder ein “Double-Double” gelang, herausragten. Leider war Lindsay und Bri Williams noch der Jetlag nach der weihnachtlichen Heimatreise anzumerken, da fehlten hinten raus ein paar Körner. Aber egal, wie auch die Trainerin meinte: “Wir haben uns gegen die mit Sicherheit stärkste Mannschaft der Liga sehr gut aus der Affäre gezogen, ich bin zufrieden."

Lindsay 21, Wolff 19, Williams 13, Schütter 10, Ondraskova 7, Flaskamp 5, Kaster 4, Schmidt 2.