09:06:39 04.10.2013

Aufsteiger Chemnitz kommt als Tabellenzweiter



Friendsfactory Baskets Damen – ChemCats Chemnitz
Im ersten Heimspiel der Saison 2013/2014 empfangen die Basketballdamen von Friedsfactory Baskets morgen Sonntag, 16 Uhr in der Hermann-Keßler-Halle die Damen von ChemCats Chemnitz. Damit treffen zwei Sieger des 1. Spieltages, der als Season Opening geschlossen in Oberhausen ausgetragen wurde, aufeinander. Während  den Nördlinger Damen gegen den Herner TC buchstäblich in letzter Sekunde ein insgesamt glücklicher 64:63-Sieg gelang, siegten die Chemnitzer  gegen die GiroLive Panthers aus Osnabrück relativ sicher mit 71:50. Und dank der 20-Punktedifferenz  sind sie aktuell nach dem ersten Spieltag Tabellenzweiter hinter dem Titelverteidiger TSV Wasserburg.
ChemCats Chemnitz ist nach dem Abstieg am Ende der Saison 2011/2012 in der abgelaufenen Saison in der 2. Bundesliga Nord mit der Meisterschaft der sofortige Wiederaufstieg gelungen. Und der Aufsteiger aus Sachsen hat frühzeitig mit beachtlichen Verstärkungen auf den Aufstieg reagiert. Vom BC Pharmaserv Marburg wurden die deutsche Nationalspielerin Tina Menz und die Amerikanerin Amanda Davidson verpflichtet. Menz ist aktuelle Spielmacherin der Nationalmannschaft und in der Form ihres Lebens, Amanda Davidson ist eine der besten Dreierwerferinnen der Liga. Sie startete ihre Deutschlandkarriere in der 2. Liga in Nördlingen und spielte nun fünf Jahre in Marburg. Neu im Kader der Chemnitzer sind zudem die amerikanische Centerin Carly Noyes mit beachtlichen 1.95m Größe und die Berlinerin Ireti Amojo,  die die letzten vier Jahre gemeinsam mit Noyes an der Washington State University studierte. Aus dem bisherigen Kader gehalten wurden die starke amerikanische Centerin Candace Williams und die deutschen Stammspielerinnen Nadja Prötzig, Sophie Mendler und Lena Hoffarth. Neu ist auch der Trainer: Roland Senger war Ende 2012 nach Turbulenzen bei den AVIDES Hurricanes Rotenburg ausgeschieden, nachdem er die Mannschaft vorher in die erste Liga geführt hatte. Beim Sieg am ersten Spieltag gegen Osnabrück beeindruckten vor allem Davidson mit 19, Menz und Williams mit 17 sowie Prötzig und Noyes mit 7 Punkten. Beeindruckend auch die starke Verteidigung, die den Osnabrücker nur 50 Punkte erlaubte.
Auch bei den Damen der BG Donau-Ries hat sich, wie schon berichtet, einiges getan. Neben einem neuen Namenssponsor haben die Nördlinger Damen, die jetzt als Friendsfactory Baskets starten, ein doch stark verändertes Team. Fünf Neue standen beim knappen Sieg über Herne am vergangenen Samstag im Team, davon vier in der Startformation. Die neue Spielmacherin, die Amerikanerin Vanessa House war mit 19 Punkten die erfolgreichste, die neue Centerin aus Bulgarien, Dimana Georgieva punktete mit 13 zweistellig. Insgesamt neun Spielerinnen trugen mit Punkten zum Sieg bei. Die Voraussage, dass das Team insgesamt breiter aufgestellt ist, könnte sich bewahrheiten.
In der Vorsaison klagte man im BG-Lager über das Hammerprogramm am Anfang, um dann mit neun Siegen bei nur zwei Niederlagen eine tolle Vorrunde hinzulegen. Nicht ganz so furchtergebend klingt nun das Anfangsprogramm 2013/2014, doch mit Chemnitz, Bamberg und Rhein-Main Baskets siegten am ersten Spieltag alle Heimgegner des Anfangsprogramms. Und ob Oberhausen, Freiburg und Osnabrück, die nächsten Auswärtsgegner,  als Verlierer schon alle Karten offen gelegt haben, bleibt zweifelhaft. Zunächst heißt es für die Friendsfactory-Damen allerding, alle Konzentration auf das  morgige Spiel gegen den Aufsteiger Chemnitz zu legen. „Chemnitz wird nach dem Eindruck von Oberhausen ein hartes Stück Arbeit für unser Team“, ist der sportliche Leiter der Nördlinger überzeugt. Er setzt jedoch trotzdem auf einen Sieg seiner Damen, wobei vor allem die größere Ausgeglichenheit den Ausschlag geben könnte. Die Kreise von Menz einzuengen und Davidson so gut wie möglich am Dreierwurf zu hintern, wird eine der Defensivaufgaben sein. Die Amerikanerinnen Williams und Noyes unter den Korb einzuschränken, die andere. Und gegen die starke Verteidigung der ChemCats sollten die Nördlinger neben House und Georgieva vor allem auch von  außen mit der Finin Lethoranta und dem Publikumsliebling, der  Amerikanerin Henderson noch Optionen zu haben.
Für die Fans heißt es: gleich zum Beginn der Saison ist eine spannende Partie zu erwarten, in der die Nördlinger Damen alle Fanunterstützung nötig haben. Schließlich wollen sie die Rieserinnen von Anfang an in der Tabellenspitze festsetzen. Dazu ist ein Sieg gegen Chemnitz Voraussetzung.