20:13:34 05.03.2013

4. Niederlage in Folge / Peter Kortmann wird Trainer

Vierte Niederlage in Folge / Peter Kortmann wird Trainer der Sterne

Das tolle im Leistungs-Sport ist, dass dieser nicht kalkulierbar ist. Hat man doch die Sterne mit Ihren Nachverpflichtungen Maggie Dwyer und Lisa Koop im Januar noch zu den Titelfavoriten gezählt, so ist nun Anfang März davon nicht mehr viel übrig geblieben. Es ist nun eingetreten, was die Verantwortlichen der Sterne im Januar bereits befürchtet hatten. Schon der erste Sieg im Jahr 2013 gegen Leimen war mehr als holprig, spielerisch alles andere als überzeugend. Danach folgten zwei mehr als glückliche Siege gegen Würzburg und Viernheim. Ja, da dachten einige wohl, irgendwie wird es schon reichen. Diese wurden sodann in Bad Aibling eines besseren belehrt. Eigentlich unfassbar, wie dämlich sich eine so erfahrene Truppe dort angestellt hat. Einsicht herrschte nie. Immer wieder suchte man die Schuld bei Anderen. Schlussendlich sollte der Trainer der Schuldige an der Misere gewesen sein. Leider gibt es dieses Alibi nach dessen Rücktritt nun auch nicht mehr. Wer ist nun Schuld?

Nein, ich denke, dass ALLE Schuld an der Misere haben. ALLE sind aber auch die Spielerinnen. Diese sind jetzt mehr als gefordert, denn der angestrebte Play-Off Platz ist nun trotz des dritten Tabellenplatzes wohl nur noch mit 3 Siegen in 3 Spielen zu erreichen. Die Sterne haben nämlich gegen alle Konkurrenten, mit Ausnahme gegen Viernheim, den so wichtigen direkten Vergleich verloren. Und dieser wird wohl zum Schluss der Saison über die Vergabe der Play-Off Plätze entscheiden.

Sollte es für einen Play-Off Platz in diesem Jahr nicht reichen, so ist dies für die Sterne aufgrund der Anstrengungen zwar mehr als schade, aber auch nicht tragisch. Die Verantwortlichen werden die nächsten Wochen und Monate dazu nutzen, den Basketball-Standort Keltern weiter auszubauen. Hierfür wird in der nächsten Saison Peter Kortmann als Chef-Trainer verantwortlich sein. Nach dessen Ausstieg in Chemnitz wurde man sich am letzten Sonntag über eine Zusammenarbeit einig. Von Peter Kortmann verspricht man sich in Keltern eine stetige Weiterentwicklung des Standortes sowie der einzelnen Spielerinnen.

Nun noch ein paar Worte zum Spiel gegen den USC Heidelberg. Natürlich muss man dem Gegner für seinen letztendlich verdienten Sieg gratulieren. Nur verwundert es den Leser , wie sehr ein bodenständiger Gästetrainer Dennis Czygan für seine angeblichen taktischen Meisterleistungen von den USC Artikelschreibern gelobt werden muss (Das hat er nämlich überhaupt nicht nötig). Hier wird sowohl von einer taktischen Klasseleistung als auch von einer für die Sterne überraschenden „Zone“ gesprochen. Überraschend soll auch die wenige Spielzeit von Carlson für Keltern gewesen sein. Dann soll auch noch Sterne Trainer Simon dem USC mit einer neuen Offense in die Karten gespielt haben. Das ist alles Quatsch. Sodann wurde auch noch mitgeteilt, dass Heidelberg das konditionsstärkste Team der Liga sei. Auch das ist ein wenig zu viel Superlativ. Richtig ist, dass Heidelberg konditionell stärker ist, als Keltern. Dies aber gleich auf die gesamte Liga zu betrachten, halten wir für gewagt.

Ich denke, dass die Geschichte wesentlich einfacher ist. Es war ein Spiel zweier starker Mannschaften, welches am Ende der USC Heidelberg aufgrund der besseren Trefferquote sowie der zweifelsfrei vorhandenen konditionellen Vorteile letztendlich verdient gewonnen hat. Hierzu gratulieren wir als fairer Verlierer. Das nächste Mal versuchen wir es einfach wieder besser zu machen.

DS