10:00:06 15.04.2019

1. DBBL: Herne und Keltern legen vor

Zum Auftakt der Halbfinalserie in der 1. DBBL (Damenbasketball-Bundesliga) haben der Herner TC und die Rutronik Stars Keltern vorgelegt. Während der HTC beim 69:65 über den TSV Wasserburg viel Mühe hatte, setzte sich Keltern gegen den BC Pharmaserv Marburg dann doch deutlich mit 75:61 durch. Spiel zwei der Dreier-Serie findet am Dienstag (in Wasserburg) bzw. am Mittwoch (in Marburg) statt.

Nach einem Unentschieden zur Pause setzten sich die Hernerinnen im dritten Viertel ab – vorentscheidend, wie manche dachten. Dem war aber nicht so, denn Wasserburg steckte nie auf und gewann dann auch den finalen Spielabschnitt. Dennoch reichte dem HTC das Polster, das man sich in den dritten zehn Minuten geschaffen hatte. “Leider waren wir in einigen Phasen nicht abgebrüht genug, den Sack früher zuzumachen. Gerade in den schwierigen Phasen haben uns dann unsere Fans super unterstützt”, erklärte Hernes Übungsleiter Marek Piotrowski. Einen nicht ganz unwesentlichen Beitrag zu diesem Auftaktsieg der Hernerinnen trug die Niederländerin Jill Bettonvil bei, die in der dramatischen Schlussphase zweimal von jenseits der Drei-Punkte-Linie traf.

In Keltern war derweil Ezinne Kalu von den Gästen nicht zu stoppen. Die Nigerianerin erzielte 22 Punkte und brachte sich auch darüber hinaus immer wieder entscheidend in die Aktionen ihres Teams ein. Wirklich in Gefahr geriet der Auftakterfolg des amtierenden Deutschen Meisters nicht. Mit einem 10:0-Lauf setzte sich dieser von 22:20 auf 32:20 ab, was bei den Marburgerinnen nachhaltig Eindruck hinterließ. Kelterns Coach Christian Hergenröther war in der Nachbetrachtung nicht mit allem einverstanden, was seine Mannschaft geboten hatte: “In der ersten Halbzeit waren wir nicht aggressiv genug. Auch die Freiwurfquote war nicht das, was wir wollten.” Nur 14 Mal trafen die Sterne bei 26 Versuchen von der Freiwurflinie. Einig waren sich hinterher fast alle in einem Punkt: Das Spiel war definitiv Werbung für den Damenbasketball.

In der 2. DBBL Nord unterlag der Hauptrundensieger GiroLive-Panthers im ersten Spiel der Finalserie der SG Bergische Löwen nach einem bisweilen mitreißenden Spiel mit 74:79. Damit können die Bergisch Gladbacherinnen mit einem Sieg im zweiten Spiel am kommenden Ostersamstag in eigener Halle den Erstligaaufstieg perfekt machen. Tonia Dölle und Brianna Rollerson kamen für Osnabrück auf jeweils 14 Zähler, während Kristina Puthoff-King und Marquisha Harris für die Gäste zusammen allein 53 Punkte erzielten.