Zwei Spieltage vor Ende der Punkterunde in der 1. Damenbasketball-Bundesliga (DBBL) deutet alles darauf hin, dass Aufsteiger SG BBZ Opladen, als einziges ausschließlich mit deutschen Spielerinnen angetretene Team, die Liga wieder verlassen muss. Die BBV Leipzig Eagles setzten sich im Duell der Kellerkinder durch und dürfen weiter hoffen. Nach der deutlichen Niederlage in Freiburg wird es auch für die Rhein-Main Baskets immer enger.
Hier die Ergebnisse des Wochenendes:
BC Wildcats Wolfenbüttel - TSV Wasserburg 74:78
Herner TC - BC Pharmaserv Marburg 72:63
Eisvögel USC Freiburg - Rhein-Main Baskets 92:69
WWK Donau-Ries - SV Halle Lions 50:60
BBV Leipzig Eagles - SG BBZ Opladen 67:64
TV Saarlouis Royals - evo NB Oberhausen 74:52
Das als "Abstiegsendspiel" apostrophierte Duell zwischen Leipzig und Opladen geriet zu einer reinen Nervenangelegenheit, aus der die Gastgeberinnen als Siegerinnen hervorgingen. Ob verdient oder nicht, spielt wohl in solch einer Situation überhaupt keine Rolle, schließlich zählen jetzt nur noch die Punkte. Opladen erwischte einen katastrophalen Start und lag nach fünf Minuten mit 2:17 im Hintertreffen. "Davon haben wir uns nicht mehr erholt, denn wir mussten fortan viel mehr investieren als Leipzig", erklärte Gäste-Coach Markus Pohle, der in Kirsten Mohr seine mit Abstand beste Spielerin erkannte. Bei den Eagles wusste in erster Linie die nicht zu kontrollierende Gina Tajkov zu gefallen. Die Ungarin steuerte unter anderem 27 Punkte bei. Trotz der bitteren Niederlage gibt es immer noch ein Fünkchen Hoffnung für den Aufsteiger, der nun die beiden restlichen Partien gewinnen muss, um gleichzeitig darauf zu hoffen, dass die beiden Konkurrenten nicht mehr punkten.
Gut erholt von der Niederlage im Nachholspiel am Donnerstagabend in Wasserburg zeigte sich der Klassenprimus aus Saarlouis. Das Team um Trainer René Spandauw zerlegte in eigener Halle die in allen Belangen unterlegenen Oberhausenerinnen. Lediglich im dritten Spielabschnitt, das die Gäste mit 17:16 für sich entschieden, ließ der Deutsche Meister die Zügel ein wenig zu locker. Candyce Bingham und Petra Manakova waren mit jeweils 15 Zählern die erfolgreichsten Schützinnen für die Royals, während bei NBO nur Lea Mersch (11) und Birte Thimm (10) im zweistelligen Bereich punkteten. „Mit viel Willen und einer sehr guten Einstellung sind wir zu einem leichten Sieg gekommen“, bilanzierte René Spandauw.
Einen "Sieg der Leidenschaft" feierten die Hernerinnen gegen Marburg. "Mir hat's heute richtig Spaß gemacht", befand HTC-Übungsleiter Marek Piotrowski. Und mit dieser Meinung stand er gewiss nicht allein da. Allen voran die überragende Minja Terzic (27 Pkt., 3 Dreier) gab sich alle Mühe, die letzten Endes beste Saisonleistung ihres Teams zu erreichen. Selbst Gäste-Trainerin Aleksandra Kojic kam nicht umhin, Terzic zu loben: „Meine Landsmännin, Frau Terzic, hat ein super Spiel gemacht. Kompliment.” Mit einer aggressiven Verteidigung legte Herne den Grundstein für diesen Erfolg. Von den Marburger Offense-Schlüsselspielerinnen wie Amanda Davidson oder Margret Skuballa war jedenfalls nichts zu sehen.
2. Liga: Panther deklassieren Delfine
Mit einem eindrucksvollen 93:54-Erfolg über die Bielefeld Dolphins haben die Osnabrücker SC Panthers die Tabellenführung in der 2. Liga Nord verteidigt. Insbesondere die beiden US-Amerikanerinnen Danielle Clark und Kathy Snodgrass (beide kamen auf 20 Punkte) waren für die Gäste-Verteidigung nie zu greifen. Auch die ChemCats Chemnitz entledigten sich erfolgreich ihrer Pflichtaufgabe und gewannen mit 60:50 in Wedel.
Im Süden setzte sich Spitzenreiter KuSG Leimen nach einer ziemlich verkorksten ersten Halbzeit (29:42-Pausenrückstand) noch mit 73:62 bei der TG Sandhausen durch. Garant für diesen Sieg war Jenny Klett, die am Ende auf 28 Punkte kam.